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Ungarische Küche

Wer jemals ein ungarisches Restaurant besucht hat, wir mit Sicherheit für festgestellt haben, dass Schärfe und ungarische Küche in keinem Gegensatzverhältnis zueinander stehen.

Aber auch das Süße hat eine außerhalb Ungarns oft nicht wahr genommene, bedeutende Tradition in der ungarischen Küche.

Ähnlich wie in den meisten anderen Ländern Europas gehen die Ursprünge der magyarischen Nationalküche auf die landwirtschaftlichen Gegebenheiten des Landes zurück.

Im Hirtenland Ungarn wird traditionell ein Schwergewicht auf Speisen mit großen Rind- und Schweinefleischanteilen gelegt.

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Die reiche Wein-, Obst- und Gemüseanbaukultur Ungarns hat die ungarische Küche ebenso wie der Süßwasserfischreichtum von Plattensee und Donau beeinflusst. Die in der Regel sowohl qualitativ wie quantitativ hervorragende bäuerliche Küche Ungarns bildet die volkskundliche Grundlage der ungarischen Kulinarik. Dazu kommen erhebliche Einflüsse aus den Nachbarregionen.

Vor allem haben die österreichische, die tschechische und die türkische Küche in den Töpfen und Kesseln des Puszta-Landes Spuren hinterlassen. Eine Kochlegende, die Anfang des 20. Jahrhunderts viele der ungarischen Küchentraditionen neu interpretierte und zusammenfasste war Gundel Károly (1883-1956), nach dem ein berühmtes ungarisches Restaurant in Budapest benannt ist. Die international bekanntesten kulinarischen Spezialitäten Ungarns dürften die Nationalgerichte Gulyás ( ausgesprochen: "Gujasch") und Pörkölt sein. Für Deutsche etwas irritierend: Pörkölt entspricht in etwa dem in Deutschland als "Gulasch" bekannten Fleischgericht und Gulyás der deutschen Gulaschsuppe.

Daneben genießen auch die Hartwürste des Landes, insbesondere die ungarische Salami, Weltruhm.

Die Fischsuppe Halászlé ist ebenso ein unbedingtes Muss für jeden Ungarn-Feinschmecker. . Zu den wichtigsten Kochzutaten für einen ungarischen Privathaushalt oder ein ungarisches Restaurant gehören der vorzugsweise in seiner scharfen Form beliebte Paprika und der zur Verfeinerung unerlässliche Sauerrahm.

Außer für Gulyás und Pörkölt ist Ungarn auch für seine Gänsestopfleber, seine zahllosen Zander-Gerichte und Kessel-Suppen sowie für seine Süßspeisen bekannt.

Hier rangieren Strudel in allen Spielarten, die Eierkuchenspezialität Palatschinken und die kalorienreiche Mandel-Schokoladen-Kreation Esterházy-Torte ganz oben in der Beliebtheitsskala.