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Dänische Küche

Die dänische Küche ist stark von der geographischen Lage Dänemarks als Küstenstaat mit zahlreichen Inseln geprägt, außerdem ist diese Küche auch von der ausgeprägten Landwirtschaft beeinflusst. Entsprechend gibt es in der dänischen Küche zahlreiche Brot- und Backspezialitäten, sowie eine Vielzahl an Milch- und Molkereiprodukten. Die Hauptspeisen bestehen hauptsächlich aus Fisch- und Fleischgerichten. Die dänische Küche gilt gemeinhin als sehr reichhaltig, die Dänen lieben es zudem deftig.

Die dänische Küche beinhaltet auch heute noch viele Elemente aus der vorindustriellen Zeit, in der die Küche durch Vorratshaltung geprägt war und hauptsächlich aus Bier, Schwarzbrot und gesalzenem und geräuchertem Fleisch bestand.

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Entwicklung

In den 1960er Jahren gab es einige Veränderungen in der dänischen Küche, in der Zubereitung der Speisen und bei den Zutaten. Gründe hierfür waren der steigende Wohlstand, die Internationalisierung, die Veränderung des Einzelhandels hin zur Selbstbedienung, die Berufstätigkeit der Frauen und die Einführung von elektrischen Küchengeräten, Kühlschränken und Tiefkühltruhen. Es ist auch deutlich der amerikanische Einfluss in Form von Salatbuffets, Barbecue und gebackenen Kartoffeln, aber auch der Einfluss der italienischen Küche in Form von Pizza, Pasta und einer ausgeprägten Verwendung von Tomaten zu spüren.

Viele exotische Zutaten sind Teil der dänischen Küche geworden, unter anderem frische Ananas, Avocados, Auberginen, Baby-Maiskolben, Zucchini, Riesengarnelen, Barberie-Entenbrust, Kiwis und Paprika.

Während der 1980er Jahre erfolgte dann wieder eine Hinwendung zu regionalen Produkten und zu einheimischen Gemüse- und Obstsorten. Köche wie Erwin Lauterbach und Jan Hurtigkarl kreierten eine originale dänische Küche, die eben mit diesen einheimischen Zutaten auskommt.

Gerichte und Gewohnheiten

Das bekannteste dänische Gericht ist wohl das Smørrebrød, das beinahe schon eine Kunst für sich ist. Hierzu wird eine Scheibe Weiß- oder Graubrot dick mit Butter bestrichen und vielfältig belegt, zum Beispiel mit Salat, Roastbeef, Schinken, gebratenen Schollenfilets, Krabben, Lachs oder Hering. Dann wird das Ganze noch mit Zwiebelringen, Gewürzgurken, Remoulade, Meerrettich oder Mayonnaise verziert. Der Vorstellungskraft und dem Geschmack sind schier keine Grenzen gesetzt. Das Smørrebrød wird traditionell als zweites Frühstück oder als leichtes Mittagessen gegessen.

Die Hauptmahlzeit ist in Dänemark das „middag“. Anders als der Name vermuten lässt, wird diese Mahlzeit abends zwischen 18 und 19 Uhr eingenommen. Dies ist eine umfangreiche und warme Mahlzeit, zu der die ganze Familie zusammen kommt und zu der alles das serviert wird, was das Land zu bieten hat: verschiedene Varianten von Fisch, Schweine-, Kalb- und Rindfleisch, sowie Brot, Käse und frisches Gemüse. Typische dänische Gerichte sind geräucherte Heringe, torsk (gekochter Dorsch mit Salzkartoffeln und Senfsoße), Sol over Gudhjem (geräucherter Hering mit einem rohen Eigelb im Zwiebelring), ebenso wie Stegt sild (gebratenes Heringsfilet mit Rhabarber- oder Stachelbeerkompott). Auch Backwaren und Süßspeisen werden in Dänemark gerne verzehrt, so gibt es verschiedene Torten, süße Brötchen, Zimtschnecken, Lebkuchen und vor allem Rote Grütze mit Sahne.

Es wird empfohlen, nach den Essen einen Schnaps zu trinken, da die dänische Küche äußert kalorienreich und mitunter sehr fettig ist.