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Chinesische Küche

Die chinesische Küche kann eigentlich nicht als ein Oberbegriff gesehen werden, sondern eher als ein Begriff, der durch die Außensicht geprägt wurde. Die chinesische Küche stellt in gewisser Weise eine Ausdrucksform der chinesischen Kultur dar.

Es gibt auch keine einheitliche Kochtradition, die chinesische Küche kann sowohl in Regionalküchen, als auch in spezielle Küchen eingeteilt werden. Regionalküchen wären: Sichuan, Hunan, Kanton, Shandong, Jiangsu, Anhui, Fujian und Zhejiang. Bei den speziellen Küchen wären zu nennen: die Fangshan-Palastküche (Küche des ehemaligen Kaiserhauses der Quing-Dynastie), die konfuzianischen Gerichte (Kong-Familie), die Tanjia-Gerichte (Gerichte der Tan-Familie, süß-salzig mit vielen Meeresfrüchten), die formelle Bankett-Küche (Delikatessen der mandschurischen und chinesischen Küche), die vegetarischen Gerichte (aus religiösen Gründen) und die medizinalen Gerichte (Gesundheitsküche).

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Zutaten

Viele Zutaten und Zubereitungsarten in der chinesischen Küche wurden aus anderen asiatischen Kulturen übernommen und einige dieser Traditionen haben heute auch ihren Weg in den Westen gefunden. Etwa Tofu, grüner Tee, die Teezeremonie, Sojasauce und Reiswein kommen aus China, wurden nach Japan gebracht und haben von dort die ganze Welt erreicht.

In der chinesischen Küche sind, mit vereinzelten Ausnahmen, keine Milchprodukte zu finden, da viele Chinesen an einer Laktose Intoleranz leiden, die allgemein im asiatischen Raum weit verbreitet ist.

Wichtige Nahrungsmittel sind vor allem Reis, Schweine-, Hühner-, Gänse- und Entenfleisch. Erst unter dem Einfluss der islamischen Minderheit wurden auch Lamm- und Schaffleisch populär. Regional gibt es auch Unterschiede, im Norden werden vermehrt Getreidegerichte gegessen, während im Süden vorwiegend Reisgerichte auf den Tisch kommen. Die kantonesische Küche ist auch für ihre für unseren Geschmack eher ausgefalleneren Zutaten bekannt, nicht selten kommen hier auch Insekten, Schlangen und Wildtiere in den Topf. Des Weiteren werden Bambussprossen, Pilze, Ingwer, verschiedene Gemüse, Pfeffer, Fisch und Meeresfrüchte wie Garnelen in der chinesischen Küche verwendet.

In einem Privathaushalt besteht eine typische Küchenausstattung aus einem kleinen tonnenförmigen Tonherd, einem Wok mit Messingseiher für Frittiertes, einem abgerundeten Pfannenwender aus Metall (Chan), einem Bambuskörbchen als Dämpfeinsatz, einem großen Topf für den Reis, einem Tontopf (Shaguo) und einem großen Küchenbeil.

Gerichte

International bekannte typische Gerichte der chinesischen Küche sind die Frühlingsrolle, Dim Sum (kleine gefüllte Teigtaschen), die Pekingente und Schweinefleisch süß-sauer. Auch, wenn man es glauben möchte, aber das Chop Suey ist kein typisches chinesisches Gericht. Es wurde von chinesischen Auswanderern erst in Kalifornien erfunden. Ein bekanntes Gericht aus der Mandarinküche sind die sogenannten „Acht Köstlichkeiten“, deren Zusammensetzung variieren kann. Im Norden Chinas sind Nudelsuppen und gefüllte Teigklöße typische Gerichte.

In China werden auf der Straße gerne kleine Snacks gekauft, die an fast jeder Straßenecke erhältlich sind. Solche Snacks können kandierte Früchte am Spieß sein, aber auch allerhand frittierte Insekten, die ebenfalls am Spieß verkauft werden. Frittierte Seepferdchen und Skorpione sind beispielsweise eine Delikatesse in einigen Regionen Chinas.