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Balkanspezialitäten

Der Begriff der Balkanküche ist ein Oberbegriff, der für die Küchen der verschiedenen Länder benutzt wird, die geographisch zum Balkan gehören. Unter diesen Begriff fallen die Küche des ehemaligen Jugoslawiens, die rumänische Küche, die bulgarische Küche, ebenso wie die albanische, die türkische und die griechische Küche.

Die Küche dieser Länder wurde seit dem 14. Jahrhundert stark von der Kultur des Osmanischen Reich beeinflusst, dieser Einfluss hielt sich bis ins 19. Jahrhundert. So entstand in diesem Gebiet eine relativ homogene Küche, doch je weiter man hier nach Osten reist, desto mehr ist auch der Einfluss der orientalischen Küche zu spüren.

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Die Balkanländer bilden klimatisch keine Einheit, im Gegenteil, sie können in eine Mittelmeerregion, eine Bergregion und eine kontinentale Ebene eingeteilt werden. So unterschiedlich wie die geographischen Umstände, so unterschiedlich sind auch die Eigenheiten der hier angesiedelten Küchen. In der Region des Mittelmeeres dominieren Elemente der sogenannten Mittelmeerküche, im Hinterland der Mittelmeerregion wird viel Ackerbau und Viehzucht betrieben, so dass es hier viel Weizen, Mais, Reis, Mohn und Sesam gibt. Das Vieh besteht meist aus Geflügel, Schafen und Ziegen, wogegen Schweine und Rinder eher selten gehalten werden. In der Kontinentalebene herrscht die Landwirtschaft vor, hier wird viel Buchweizen angebaut und in den Dinarischen Alpen werden vermehrt Schafe gezüchtet.

Balkanküche Zutaten und Gewürze

In der Balkanküche bilden Brot und Getreide die Basis der Ernährung. Es wird auch viel Fleisch gegessen, das meist gegrillt oder am Spieß zubereitet wird. Wichtige Gemüsesorten sind Kohl, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchte, Zucchini, Auberginen, Tomaten und Paprika. An Milchprodukten werden vor allem Joghurt und Fetakäse in dieser Küche verwendet. In den bäuerlichen Gegenden, in denen etwas rustikaler gekocht wird, wird gerne Schmalz und ausgelassenes Fett von Gänsen und Hühnern zum Kochen benutzt. Im mediterranen Bereich der Balkanküche wird nicht an Gewürzkräutern gespart. Wichtige Gewürze der Balkanküche sind Knoblauch, Petersilie, Zwiebeln, Kapern und Paprika. Die Paprika gibt es in verschiednen Sorten: als verschiedene Gemüsepaprikas, aber auch als scharfe Chilis. Die Schoten werden zu Salaten, Gemüse, Antipasti und Gewürzpulver verarbeitet, aber auch mit Reis und Fleisch gefüllt serviert.

Für süße Speisen werden in der Balkanküche verschiedene Obstsorten, Trockenfrüchte, Mandeln, Nüsse, Rosinen und Feigen verwendet. Gerne werden die süßen Gebäckstücke auch in Orangen-, Rosenblütenwasser oder Honig getränkt.

Typische Gerichte der Balkanküche

Als Balkanspezialitäten gelten Moussaka (ein Auflauf aus Zucchini, Kartoffeln und Hackfleisch), Börek (ein Teigstrudel mit einer würzigen Füllung), Dolma (gefüllte Weinblätter) und Köfte (stark gewürzte Hackfleischbällchen). Natürlich dürfen in der Balkanküche auch nicht der Duvec Reis und das Cevapcici (kleine scharfe Hackfleischröllchen) fehlen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Küche ist das Ajvar, eine Paste aus Paprika, die zu Beilagen und Fleischgerichten aller Art schmeckt. Saure Suppen werden auch sehr gerne gegessen, dazu gehört beispielsweise eine kalte bulgarische Gurkensuppe, die im Sommer genau das richtige Gericht ist.